Buchbotschaften
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Der Roman „Mütter mit Messern sind gefährlich“ von dem niederländischen Autor Do van Vanst („Wir retten Leben, sagt mein Vater“ & „Rabenhaar“) ist im Carlsen Verlag erschienen und handelt von dem Jungen Jeff und seiner Familie. Jeff lebte mit seiner Mutter Becca, seiner stark behinderten Schwester Iene und dem Lebensgefährten der Mutter, Harry, den er überhaupt nicht leiden kann, im fünften Stock eines Hochhauses. Während sich Jeff mit den Problemen seines Schweren Alltags herum schlägt, überlegt er immer wieder wo sein leiblicher Vater stecken könnte, bis er zu der Schlussfolgerung kommt, dass seine Mutter, die ohnehin schon eine Leidenschaft für Messer besitzt, den Vater erstochen hat, während dieser sie erwürgen wollte. Nebenbei bemerkt hat Jeff einen Freund Süleyman, ein Türke aus dem elften Stock, mit dem er einigen Pubertären und Geschlechtsbedingten Mist anstellt, was Jungs in dem Alter ebne so machen(13&14). Die beiden haben einen „Lieblingsredeplatz“, im Keller des Hochhauses zwischen zwei Müllcontainern, allerdings herrscht dort während dem Verlauf der Geschichte ein ziemlich übler Geruch, der sich am Ende aufklärt und der Verursacher zu etwas wirklich ekligem Misshandelt wird. Auch merkt man, dass Jeff nicht zu lassen will, dass Harry zu stark in seine Familie eindringt oder er weiß die Freundschaft von Süley einfach nicht zu schätzen, man bekommt sofort zu sehen, dass Jeff durch das Fehlen des Vaters und von dem Umgang mit seiner Schwester einen Seelischen Schaden davon getragen hat. Er kommt mit Veränderungen nicht klar, vermutlich da dieses kleine Dreiergespann Becca - Iene - Jeff so aneinander gekettet ist, dass er es als Zerstörung seiner kleinen Welt ansieht.
Ich finde diese Buch weder Nervenaufreibend, noch in irgendeiner Art so, dass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte, doch es zeigt dem Leser mal die Sicht eines Kindes, dass wegen seiner behinderten Schwester etwas vernachlässigt wurde bzw., dass Jeff etwas fehlt. Und deshalb würde ich dem Buch „Mütter mit Messern sind gefährlich“ 3 von 5 Möglichen Lesepunkten geben, da in diesem Buch irgendwie der Pep fehlt, es aber dennoch das enge Verhältnis der Familie beschreibt und die Verrückten Ideen des jungen Jeffs ausführlich erklärt. Der Schreibstil von Do van Vanst unterstreicht die Texte und zaubert in jede Seite einen kleinen Lichtpunkt, der auch die langweiligsten Stellen mit Witz auffrischt, eben so, wie man es aus „Wir retten Leben, sagt mein Vater“ kennt. Deshalb 3/5.
Meine Lieblingsfigur ist eindeutig die Mutter, da sie am Besten getroffen ist und ich die Idee mit der Messerliebe einfach unschlagbar finde. Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die etwa im Alter von Jeff sind, zwischen 12 und 14 Jahren, da es meiner Meinung nach, für Jüngere zu unverständlich und Älteren einfach zu kindisch erscheinen würde.
Viel Spaß beim Lesen!!! Und Danke, dass ich zu diesem eine Kritik schreiben durfte.
Jef ist ein ganz normaler vierzehnjähriger Junge. Er lebt zusammen mit seiner Mutter und seiner sechzehnjährigen Schwester Iene in einem Hochhaus. Seine Schwester ist geistig und körperlich behindert und sitzt im Rollstuhl. Jef liebt Iene sehr. Wen er gar nicht mag, ist der neue Freund seiner Mutter: Harry. Als Jef und sein Freund Süleyman, der ein paar Etagen über ihm wohnt, im Keller des Hochhauses einen toten Hund entdecken, kommt Jef eine Idee. Er weiß nun, wie er Harry loswerden kann…
Ich bin mir unsicher, ob ich diesem Buch zwei oder drei Sterne geben soll. Einerseits hat mir der Roman sehr gut gefallen. Die Liebe von Jef zu seiner Schwester wird sehr schön dargestellt. Er kümmert sich sehr liebevoll um Iene. Dann aber ist er mir – besonders am Ende des Romans – sehr unsympathisch. Wie er mit seinem Freund umgeht, ist unglaublich! Eines kann ich definitiv sagen; dieses ist ein richtiges Jugendbuch. Es gibt Jugendbücher, die können auch von Erwachsenen mit Begeisterung gelesen werden. Dieses gehört nicht dazu. Aber ich denke schon, daß Jugendliche dieses Buch mögen werden.
Der Schreibstil ist sehr einfach, und man kann den Roman schnell lesen.
Ich muss zugeben das ich das Buch,so gesagt den Inhalt des Buches schon ein wenig gaga finde.Eine Familie,Jeff der Junge seine Mutter die Messer sammelt und seine große Schwester Iene,die im Rollstuhl sitzt und nicht sprechen kann und sich eigentlich auch nicht artikulieren kann ausser mit Handzeichen und Lauten.Jeff geht mit seiner Schwester gern auf das Glasflaschenfeld,vor allem wenn Wind ist,dann klimpert es so schön.Was hat das auf sich mit dem Glasflaschenfeld?Kennst du den Alkohol mit einer ganzen Birne drin,wo man sich fragt wie ist denn die Birne da reingekommen?Tja und genau da sitzen Jeff und Iene,auf diesem Feld,wo jungen Birnen eine Flasche umgehangen bekommen und die Birne einfach weiterwächst bis sie reif ist,dann wird die Birne mit der Flasche abgeschnitten.Ich persönlich habe sowas noch nie gesehen,kann es mir aber gut vorstellen das dieses Feld recht merkwürdig aussieht.Jeff denkt da sein Vater nicht mehr da ist,das seine Mutter den Vater mit einem Messer umgebracht hat.Jeff sucht die Aufmerksamkeit mit ungewöhnlichen Mitteln.
So an sich hab ich mehrmals überlegt das Buch zuzuklappen und wegzulegen,ich wurde nicht warm mit der Geschichte.Ich habe nun mir nach langer Zeit doch noch den Ruck gegeben und es zuende gelesen.An sich eine nette Familiengeschichte,so zum zwischendrin lesen.Aber auch nicht aussergewöhnliches.
Der 12-jährige Jef lebt mit seiner Mutter, deren Freund Harry (den er gerne loswerden möchte) und seiner behinderten Schwester Iene in einem Mehrfamilienhaus. Am liebsten geht er mit Iene und seiner Mutter zum Glasflaschenfeld. Das ist ein Feld, wo Birnenbranntwein mit einer ganzen Birne angebaut wird.
Sein "Freund" Süleymann und er denken sich immer komische Geschichten aus, wenn sie im Heizungskeller zusammen sitzen. Da erzählt Jef auch davon, dass seine Mutter seinen Vater mit einem Messer erstochen hat, als er noch ganz klein war. Stammt der dunkle Fleck auf dem Teppich im Wohnzimmer tatsächlich von dem getrockneten Blut seines Vaters?
Das war das erste Buch, das ich nicht fertig gelesen habe. Die Leseprobe hörte sich total vielversprechend an, aber als ich das Buch über die Hälfte gelesen hatte, konnte ich keinen Bezug von der Leseprobe zum Buch herstellen. Dieses Buch ist für mich nciht lesenswert, weder für Jugentliche noch für Erwachsene. Es lohnt sich überhaupt nicht, es zu kaufen!
Es geht um Jef, der sehr liebevoll mit seiner behinderten Schwester umgeht, und ihr sehr nahe steht, was mir gut gefaellt. Die Passagen, in denen die Geschwister sich alleine auf dem Glasflaschenfeld aufhalten, sind sehr einfühlsam und ausdrucksstark beschrieben. Dort sieht man oft, wie Jef sich wirklich fuehlt. Die Beziehung zu Harry, dem neuen Freund seiner Mutter, zeigt sich dagegen sehr schwierig. Jef möchte in Wirklichkeit aber gar keinen neuen Freund für seine Mutter, er will ihre Aufmerksamkeit für sich und seine Schwester, wobei ihm die Behinderung seiner Schwester hilft, der Mutter Schuldgefühle zu vermitteln. Gerne schmückt er auch noch die Fantasien über seinen, durch seine eigene Mutter, "erstochenen" Vater aus, um Harry fortzujagen.
Der Autor beschreibt meiner Meinung nach die vielen Gefühle eines 12jährigen Jungen in einer besondere Lebenssituation ueberraschend gut, mit viel Einfühlungsvermögen und ohne igendwelche weinerlichen, oder missguenstigenden Töne. Ein tolles, lesenswertes Buch für Jugendliche ab ca. 14 Jahren. Mir hat's gefallen (:
Broschiert: 144 Seiten
Verlag: Carlsen; Auflage: 1., Auflage (August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551580537
ISBN-13: 978-3551580535
In diesem Buch geht es um den 12-jährigen Jef, der mit seiner behinderten Schwester Iene, seiner Mutter und deren Freund Harry in einer kleinen Hochhauswohnung wohnt.
Dort wohnt auch Süleyman. Ein "Freund" der von Jef allerdings nur ausgenutzt wird.
Jef kennt seinen Vater nicht und seine Mutter denkt sich immer neue bescheuerte Geschichten aus, damit er nicht weiter fragt. Also glaubt Jef, dass seine Mutter seinen Vater erstochen hat.
Für ihn passt alles zusammen: Ein Blutfleck auf dem Teppich und der Messerclub seiner Mutter.
Vielleicht auch deshalb, kann Jef den neuen Freund seiner Mutter überhaupt nicht leiden. Harry gibt sich Mühe mit dem Jungen klarzukommen. Dieser unterstellt ihm aber im Gegenzug ein Dieb zu sein. Der letztendlich aber Süleyman ist.(Tut mir leid, dass ich das Ende verraten habe, aber das Buch ist sowieso nicht besonders lesenswert)
In Wirklichkeit könnte aber der Blutleck auf dem Teppich, Rotwein sein und der Messerclub, ein Hobby wie Tennis oder Golf.
Weil Jef ein bisschen gestört ist und sich in seiner Einsamkeit andauernd irgendetwas völlig unlogisches ausdenkt. Nun ist er aber der Erzähler des Buches und man kennt blöderweise nur SEINE Gedanken. Das führt dazu, dass das ganze Buch realitätsfern ist. Aber nicht nur das: In dem Buch werden außerdem tote Hund außeinandergenommen und Busen angeschaut.
Ich hätte bei diesem Buch Tiefgang erwartet. Es wäre auch welcher da gewesen, wenn man das Gefühl gehabt hätte, es könnte wenigstens so etwas ähnliches passieren. Dieses Gefühl blieb aber leider aus.
Do van Ranst
Mütter mit Messern sind gefährlich
158 Seiten
Carlsen
12,00 €
ISBN 978-3-551-58053-5
Der Roman "Mütter mit Messern sind gefährlich" von Do van Ramst schildert das Leben des 12-jährigen Jeff, der zusammen mit seiner Mutter und seiner behinderten Schwester Iene eine kleine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus bewohnt. In dem gleichen Haus lebt auch sein Freund Süleyman. Manchmal kommt auch der neue Freund der Mutter, Harry, zu Besuch, den Jeff jedoch nicht leiden kann. Er versucht mit allen Mitteln, Harry loszuwerden, wobei ihm Süleyman helfen soll. Dieser jedoch hat ganz eigene Gefühle für Jeffs Mutter. Die Geschichte wird vom Schicksal der 16-jährigen Schwester Jeffs überschattet, die weder laufen noch sprechen kann und die ganze Aufmerksamkeit der Mutter der beiden Geschwister in Anspruch nimmt. Dabei würde letztere doch selbst gerne etwas Zeit für sich haben und z.B. mit ihrem Messerclub einmal auf Exkursion nach Deutschland fahren. Dies ist ihr jedoch wegen Iene nicht möglich. Als Harry deshalb vorschlägt, das behinderte Mädchen in ein Heim zu geben, spitzt sich die Situation zu. Jeff, der glaubt, seine Mutter hätte seinen Vater mit einem ihrer Messer ermordet, sinnt einen perfiden Plan aus, um Harry endlich zu vertreiben und seine Familie zu "retten". Doch was ist damals wirklich geschehen? Wird Jeff es schaffen, Harry in die Flucht zu schlagen? Welche Rolle spielt Süleymann bei der ganzen Sache?
Der Roman lässt sich angenehm und flüssig lesen. Man fiebert dabei mit Jeff mit und ist gespannt, was mit Jeffs Vater wirklich geschehen ist und wie es mit dem Jungen und seiner Familie weitergeht. Zeitweilig, vor allem jedoch gegen Ende des Buches, wird die Handlung allerdings recht extrem, tragisch und teilweise auch etwas seltsam. Ich würde das Buch daher frühestens für Leser ab 14 Jahren empfehlen. Insgesamt ist das Buch ein schönes Werk für einen interessanten und spannenden Lesenachmittag; als absolutes "Muss des Sommers" würde ich es jedoch nicht bezeichnen.
Jef ist ein liebevoller Bruder. Er kümmert sich so gut er kann um seine behinderte Schwester. Die Szenen in denen er mit seiner lieben Schwester auf dem Glasflaschenfeld ist, sind einfach super geschrieben. Man kann sich hineinversetzen. Es ist sehr gefühlvoll. Jef mag Harry - den neuen Freund seiner Mutter - nicht, da er der Meinung ist das die Mutter sich nur um ihre Kinder kümmern sollte.
Er versucht Harry zu vertreiben. Wie ? Lest es selbst (;
Meiner Meinung nach hat der Autor einen super Job gemacht. Dieses Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben und man kann sich super in den Jungen hineinversetzen. Ein super Buch!
Seiten: 144 Seiten
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551580537
ISBN-13: 978-3551580535
Liebe Grüße Shecklersworld!
Der zwölf Jahre alte Jef lebt mit seiner Mutter und seiner 16-jährigen Schwester Iene
in Holland in dem Hochhaus Zikkurat. Seine Mutter ist arbeitslos und hat einen Freund namens Harry, den Jef aufs kotzen nicht ausstehen kann.
Er spricht noch nicht einmal mit ihm. Seine Schwester Iene sitzt
im Rollstuhl und besitzt die geistliche Reife eines dreijährigen Kindes. Sie spricht nicht.
Jefs Vater ist verschwunden, als Jef noch ganz klein war. Seine Mutter hat ihn umgebracht, mit
einem „Wüsthof Grand Prix 2“, ihrem absoluten Lieblingsmesser. Denn sie ist Mitglied im Club der
deutschen Messer. Am liebsten schneidet sie mit scharfen Messern durch rohes Fleisch. Jefs Mutter
also ist zufrieden. Sie ist Mitglied im Messerclub, hat einen Freund und zwei Kinder.
Doch Jef ist unglücklich. Wenn Harry in der Wohnung ist, ist alles anders. Nicht nur das er stinkt,
nein, wenn er da ist, ist es, als hätte man bei seiner Mutter einen Schalter umgelegt. Sie kümmert
sich nicht mehr um Iene und um Jef auch nicht. Also besuchen sie das Glasflaschenfeld nur noch zu
zweit. Wenn der Wind weht, dann klingen die Flaschen mit den Birnen darin und Iene geht es
besser. Fast scheint es, als könnte sie doch reden, von dem Abend, als der Vater sein Leben verloren
hat.
Ich habe nicht genau gewusst, was ich von der Leseprobe halten sollte. Sie hat schon bei diesen
wenigen Seiten den Eindruck erweckt, dass das Buch kein typisches Buch wird. Es handelt nicht
von den „normalen“ Problemen einer sozial schwachen Familie mit einer geistig behinderten
Tochter.
Die Leseprobe vermittelt allerdings einen ganz anderen Anfang, als der Verlauf des Buches sich
dann entwickelt. Die Geschichte hat kein klares Ziel, das Jef vor Augen hat. Es erzählt wie sich
eigentlich ganz zufällig die ganze Geschichte aufklärt,was eigentlich doch ganz erfrischend ist.
Doch durch den einseitigen Erzählstil wird nur Jefs Sicht der Geschenisse vermittelt
und es wird einem die Meinung über die Personen aufgedrückt, man kann wenig Charakterzüge entdecken, die nicht diesem Meinungsbild Jefs entsprechen. Ich finde man merkt, dass der Autor das ganz bewusst gemacht hat und man fühlt sich
eben in der eigenen Meinungsbildung sehr eingeschränkt, zumal man sich am Ende sehr
überrumpelt von dem „wahren“ Charakter der Personen fühlt. Der Autor hätte das anders machen
sollen, ich finde es nicht so gelungen und es schmälert im Nachhinein die Lesefreude beträchtlich.
Die ganze Geschichte nimmt dann eine äußerst krasse Wendung, in der man zunehmend das Gefühl
bekommt, besonders der Charakter von Jef werde immer kranker. Er entwickelt fast sadistische
Züge, die er besonders an seinem Freund auslässt. Beim Lesen ekelt es einen richtig an, doch
nachdem man das Buch weggepackt hat, hat man mehr das Gefühl, der Autor sei nicht ganz richtig
im Kopf. Besonders gestört hat mich auch, wie der Autor die Gespräche zwischen Jef und seinem
Freund entwickelt hat. Es geht hauptsächlich darum, wer den schönsten Busen im Haus hat und
welche sexuellen Fantasien vor allem Jefs Freund hat. Der ist zwar schon 14, aber entweder ist er
sehr unreif, oder Jungs haben irgendwie eine andere Reife in ihrer realistischen Wahrnehmung zum
anderen Geschlecht (das soll jetzt keine Beleidigung sein).
„Mütter mit Messern sind gefährlich“ von Do van Ranst ist kein normales Buch, weder im
Schreibstil, noch in den Personen, oder im Handlungsverlauf. Aber ich finde nicht, dass es
unbedingt lesenswert ist. Es kommt sehr auf den Menschen an, der es liest, ob es ihm gefällt. Mir
hat es von der Rahmenhandlung ganz gut gefallen, aber ab einem bestimmten Punkt wurde es mir
sehr suspekt und ich konnte mich nicht mehr so richtig in die Geschichte einfinden. Das Ende ist
dann wieder ganz schön, doch alles in allem würde ich dieses Buch nicht empfehlen, allenfalls,
wenn man gerade wirklich nichts anderes hat.
In einem Film würde es jetzt so gehen:
Die Kamera fährt mit unglaublicher Geschwindigkeit aus dem Weltraum. Wir sehen Europa immer näher kommen, dann fixiert die Kamera etwa die Höhe von Holland und fährt jetzt ein wenig langsam immer tiefer, bis wir ein Hochhaus erblicken und zwei kleine Punkte davor. Die Kamera saust an den Fenstern des Gebäudes vorbei und die beiden Punkte verändern ihre Form. Nun sind es zwei Menschen, zwei junge Menschen. Ein Junge und ein Mädchen im Rollstuhl.
Der Junge ist der 12 - Jähriger Jef und das Mädchen im Rollstuhl Iene. Iene ist älter als Jeff, doch sie ist trotzdem noch wie ein Baby. Sie kann nicht reden und sie versteht auch gar nichts. Sie kann nicht mal etwas wollen, sagt Jefs Mutter obwohl Jef da anderer Meinung ist.
Jef ist sauer, denn seit Mutter einen Kerl Namens Harry hat, verschwinden nicht nur dauernd ihre Ohrringe, CDs und Strümpfe, nein, auch die Mutter verschwindet immer mehr. Sie scheint Iene nicht mehr leiden zu können, sie ist immer gereizt und so will Jef etwas gegen Harry unternehmen, denn schließlich gehört seine Mutter ihm und Iene, und nicht wildfremden Männern. Jef hat auch eine Idee, denn Harry weiß bestimmt nichts über die Geschichte mit seinem Vater. Denn Betty, Jefs Mutter hat diesen nämlich erstochen...
Die Story ist wirklich verrückt. Ich war mir zu Beginn nicht sicher für welche Altersklasse man das Buch empfehlen könnte, denn Jef denkt manchmal wie ein 9 Jähriger, dann lässt er Sprüche los, die 16 Jährige blass aussehen lassen. Ab und an fand ich die Taten und Gespräche sehr fremdenfeindlich, aber vielleicht sind wir Deutsche da einfach zu empfindlich und in anderen Ländern ist es so üblich ?! Ich kann und will darüber nicht urteilen.
Wenn diese zu direkte und oft zu heftige Sprache nicht wäre würde ich das Buch wirklich mit 5 Sternen bewerten. Denn die Geschichte an sich ist wirklich wichtig. Es geht um einen Jungen, der ohne Vater aufwächst und seine Mutter für sich haben will. Er möchte sie nicht teilen, möchte keinen Vaterersatz und kämpft mit allen Mitteln und mit Hilfe seiner Fantasie um die alleinige Liebe der Mutter.